Dienstag, 14. Oktober 2014

Der Geschmack von Kontrollverlust? Zunaechst bitter, dann sauer, gegen Ende elendig. Wir werfen unsere geleerten Tetrapacks in die Kleingaerten und stolzieren stolpernd weiter ueber die winzigen Kieselsteine unter uns. Glimmende Zigaretten erhellen unsere Umgebung, sehe nicht wohin, noch mit wem ich laufen, doch das ist egal, ich kenne euer Lachen.
"Kannst du mich tragen?"
"Willst du mich auf den Arm nehmen?"
Scheine verlassene unsere Haende, 6 h haltbare blaue Buchstaben begrüßen unsere Armgelenke. Der Sauerstoff brennt und mit jedem Hauch an Leben, schmecken wir die atemlosen Menschen mehr.
Wuerde man bedenken, dass wir innerlich zerfallen, wir jederzeit vor unserem Dasein fluechten, wie kaputt wir eigentlich sind,
dann wuerde man begreifen, dass wir in jeder dieser jenen Naechte um unser Leben tanzen, stundenlang und ohne Bewusstsein.

Doch wir denken nicht, wir gehen durch diese verrauchten Tueren, bezahlen fremde Menschen fuer zeitnah beendete Zufluch, trinken, was uns in identitaetlosen Glaeserm serviert wird, schlucken, was du in deinem Tuetchen hattest, rauchen, was der Linke von uns bereits mit seinem Speichel reviermarkiert hat.

Hier ist es laut. Wir sind einsam und es ist laut. Dunkel und laut. Nicht zu laut aber zu dunkel.
Zu dunkel, um zu sehen wer wir sind. Doch nirgends wird es dunkel genug sein, um sich zu verstecken.

Kommentare:

  1. Muss ich denn alles kontrollieren, selbst Kontrollverlust?

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  2. Nein, dreh durch.

    Aber fasse dich danach wider. Bleib nicht unkrontrolliert, dann kontrollierst du den Kontrollverlust.

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